Willkommen in der Märkischen Heide im Spreewald
 Aktuelles
 Verwaltung
 Gemeinde
 Tourismus
 Veranstaltungen
 Bildershow
 Gastronomie
 Vereine
 Links
 Kontakt
 Impressum
 Datenschutz
News der Gemeinde


Herzlich Willkommen auf unserer Internetseite.


Kulturpflanze kehrt in Spreewald zurück

Lausitzer Rundschau vom 20.01.2009 

Pretschen Auf den Äckern der Landgut Pretschen GmbH & Co. KG wächst eine alte Kulturpflanze, die 200 Jahre lang aus dem Spreewald verschwunden war – der Saatleindotter. Der Betrieb baut die Ölpflanze gemeinsam mit Erbsen und Lupinen als Futter für seine Rinder an. Dabei erweist sich das alte Unkraut in mehrerer Hinsicht als nützlich.

Ausschlaggebend für die Verwendung des Leindotters als Mischfrucht war der Gedanke, etwas für die Energieversorgung des Betriebes zu tun, erzählt Sascha Philipp. Denn das Öl der Pflanze könne auch Motoren antreiben. „Denn Raps wächst auf unseren Böden nicht unter ökologischen Bedingungen“, sagt der Landwirt. Allerdings hat der Betrieb bislang einen viel zu geringen Ertrag des Leindotters, als dass das Öl ausreichen würde, die Maschinen zu bewegen. „Bis jetzt haben wir nur ein paar Kilo“, erzählt der 36-Jährige. Beim Anbau habe sich aber schnell gezeigt, dass die alte Kulturpflanze große Vorteile bringt. „Die Kombination ist einfach interessant“, sagt Philipp.

Unkraut unterdrückt Unkraut

Denn der Saatleindotter sorgt dafür, dass die Erbsen- oder Lupinenfelder nicht verunkrauten. Das klingt unglaublich, besonders da der Leindotter selbt als Unkraut gilt. „Der Leindotter hat einen schlanken Stil und am Boden bildet er eine Blattrosette“, erklärt Philipp. Damit werde der Boden abgedeckt, andere Pflanzen haben so keine Chance nachzuwachsen und an dem stabilen Stil des Leindotters könnten sich darüber hinaus die Erbsen hochranken. „Die Pflanze spart uns wahnsinnig viel Arbeit. Wir brauchen keinen einzigen Striegelstrich mehr zu machen“, erklärt der Landwirt. Und meint damit Unkraut entfernen. Denn in dem Bio-Betrieb gibt es keine chemische Düngung, was viel Handarbeit bedeutet.

Der Saatleindotter hat aber noch einen weiteren positiven Effekt, wie der Bauer erklärt. „Der Ertrag der Leguminosen – also der Hülsenfrüchte – ist viel stabiler.“ Vor dem Experiment mit der Ölpflanze habe der Betrieb oftmals Erbsen und Getreide gemischt. „Aber das hat soviel Wasser gezogen, dass die Erbsen vertrocknet sind“, so Philipp. Auch die Trennung der Früchte – also der Erbsen und des Leindotters – sei wesentlich einfacher als mit Getreide. „Im Prinzip ist nach dem Dreschen nur eine Siebgröße notwendig. Bei der Mischung mit Getreide braucht man dageben zwei bis drei Gänge, um die Früchte zu trennen“, erklärt der Pretschener.

Der Saatleindotter minimiere somit das Risiko eines Ertragsverlustes, was für den Landwirt am meisten zählt. „Das ist existenziell wichtig“, sagt er. „Die Mischpflanzen haben eine unterstützende Wirkung oder minimieren das Risiko des Ausfalls“, erklärt Sascha Philipp. Der Leindotter mache sogar beides. Früher sei der Mischanbau überall üblich gewesen, erklärt er. Aber durch die Düngung sei das fast verschwunden.

Der Landwirt hofft, dass der Ertrag des Leindotters in diesem Jahr besser ausfällt. „Ich hoffe das Problem mit einer neuen Sähmaschine zu lösen“, sagt er. Diese sei in der Lage bei einem Gang unterschiedliche Saattiefen zu bedienen. „Bisher haben wir den Leindotter nur über einen Streuer ausgesät und kurz angewalzt“, erklärt Sascha Philipp. Aber der Samen des Leindotters sei sehr windanfällig. „Das war bislang nicht ideal“, so der 36-Jährige.

Pflanzenvielfalt gesichert

Die Rückkehr des Saatleindotters in den Spreewald freut auch den Luckauer Biologen Hubert Illig. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt der Pflanzenexperte und fügt an: „Gerade wo es einen Trend weg von der Vielfalt hin zum Standard gibt.“

Der Pretschener Biobetrieb nutzt beim Futteranbau auch andere Mischsaaten. Dazu gehörten: Sudangras mit Hirse oder Seradella mit Sommerwicke. Der Pretschener Biobetrieb hat eine Rinderzucht mit 650 Tieren, davon sind Sascha Phillip zufolge 275 Milchkühe. Im Stall stehen demnach auch zwölf Schweine. Als Marktfrüchte baue der Betrieb Braugerste und Roggen an. Darüber hinaus zählen die Pretschener zu Deutschlands größten Bio-Chicoree-Treibereien.

von Peggy Kompalla  

Weitere Informationen unter: www.landgut-pretschen.de



Links:

º Text & Bild: Lausitzer Rundschau


<< zurück

Sascha Philipp an seinem Schreibtisch.

Foto: Peggy Kompalla





 
Cookies erleichtern uns die Bereitstellung unserer Online-Dienste. Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
Weitere Informationen
Informationen ausblenden

Herzlich Willkommen in der Märkischen Heide - im Spreewald - auf www.maerkische-heide.de - aktiv, natürlich - Spreewald -

Seen und Spreefließe, Gemeinde Märkische Heide, im Spreewald, am Rande des Spreewaldes Beim Radeln, Rad- und Wanderwegen, Duft von Wäldern und saftigen Wiesen

Ihr Spreewald Urlaub: mitten im Spreewald, an der Spree, durch die Märksiche Heide am Rande des Spreewaldes aktiv Radfahren, Wandern, Paddeln und Skaten oder Wellness - Thermen und Bäder, wie das Tropical Islands oder die Spreewaldtherme Burg

Urlaubs-Angebot im und um den Spreewald: Unterkünfte, Zeltplätze, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten im Spreewald

Alt-Schadow, Biebersdorf, Dollgen, Dürrenhofe, Glietz, Gröditsch, Groß Leine, Groß Leuthen, Hohenbrück-Neu Schadow, Klein Leine, Krugau, Kuschkow, Leibchel, Plattkow, Pretschen, Schuhlen-Wiese oder Wittmannsdorf-Bückchen - alles im Spreewald - die Gemeinde Märkische Heide im Spreewald Informationen ausblenden