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Bürgermeister Dieter Freihoff: „Märkische Heide muss für sich werben“

Lausitzer Rundschau vom 14.01.2009 

Was hat das Jahr 2008 der Märkischen Heide gebracht? Welche Pläne wurden nicht realisiert und welche Schwerpunkte müssen in der Zukunft gesetzt werden? Darüber gab Bürgermeister Dieter Freihoff (SPD) im RUNDSCHAU-Interview Auskunft.

Was hat die Arbeit der Gemeinde 2008 bestimmt?

Sie war maßgeblich nach wie vor von der Windparkproblematik geprägt.

Ein großes Problem dabei ist, dass die Gemeinde keinen rechtsgültigen Flächennutzungsplan (FNP) hat. Warum dauert die Arbeit an ihm so lange?

Der FNP ist tatsächlich das einzige Steuerungselement, das es für eine sinnvolle Ansiedlung für Windkraftnutzung gibt. Wir merken es an der Diskussion in Lübben über die Windrad-Pläne in Radensdorf, wie wertvoll solch ein Plan für Gestaltungsmöglichkeiten ist. Deshalb haben wir eigentlich gar keine Zeit mehr zu verlieren. Wir sind jedoch nicht so richtig vorangekommen. Wir haben eine Bürgerinitiative, die sich sehr fachkompetent eingebracht hat, was sehr gut ist. Ihr fehlten jedoch Informationen, was die Arbeit verzögerte. Zum anderen hatte ich den Eindruck, dass sich die Abgeordneten einem starken Druck ausgesetzt fühlten und daher gerade mit Blick auf die Kommunalwahl nicht mehr entscheidungsfreudig waren.

Wie ist nun der Stand der Dinge?

Der zweite Entwurf des FNP wurde ausgelegt, Träger öffentlicher Belange sind beteiligt worden. Nun werden die vorgebrachten Einwände aufgearbeitet. Im Frühjahr wird sich die Gemeindevertretung weiter mit dem Plan beschäftigen.

Wie weit ist die Gemeinde mit ihrem Vorhaben gekommen, das Problem EuroCamp zu lösen?

Der Groß Leuthener Campingplatz wird von einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Gemeinde betrieben, die Verbindlichkeiten hat, auch gegenüber der Gemeinde als Eigentümerin des Platzes. Von der Gemeinde sind noch zwei Kredite über jetzt 1,6 Millionen Euro für den Platz abzuzahlen.

Wir haben jetzt zwei Bewerber, die den Campingplatz übernehmen wollen. Eine Kommission mit den Fraktionsvorsitzenden, dem Steuerbüro und der Verwaltungsspitze wertet die Unterlagen aus, wird sich von den Bewerbern persönlich die Konzepte vorstellen lassen und eine Beschlussvorlage für die Gemeindevertretung erarbeiten. Die immer wieder geforderte Jahresrechnung 2007 liegt nun vor und wird Thema bei der zweiten Gemeindevertretersitzung im neuen Jahr sein. Mit dem Jahresabschluss 2008 rechnen wir im ersten Quartal 2009.

Im Frühjahr 2007 hatte die Gemeinde den Campingplatz Hohenbrück in kommunale Trägerschaft übernommen. Nach zwölf Jahren Verpachtung, in der ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden, wollte sie selbst für eine Übergangszeit die Betreibung übernehmen, um „in ruhiges Fahrwasser zu kommen“, wie Sie diese Entscheidung in einem RUNDSCHAU-Interview begründeten. Wieso ist sie immer noch Betreiber?

Wir haben nach wie vor den einstigen Pächter im Rezeptionsgebäude und deshalb Gerichtsverfahren laufen. Wir erwarten in der ersten Hälfte des Jahres 2009 rechtsverbindliche Entscheidungen, wollen dann in diesem Gebäude in zeitgemäße Sanitäranlagen investieren. Trotzdem bleibt die Trägerschaft durch die Kommune eine Übergangslösung, auch wenn sie länger dauert, als erwartet. Es ist nicht von Haus aus Aufgabe einer Gemeinde, einen Campingplatz zu betreiben.

Zu den schönen Ereignissen zählten das zweite Kinderfest der Gemeinde und das dritte Gemeindefest...

Diese beiden Veranstaltungen haben sich etabliert. Durchführen können wir sie jedoch nur durch das Engagement der Bürger. Ich bin allen, die durch Spenden oder andere Hilfe uns das ermöglichen, unheimlich dankbar. Immerhin kamen für diese beiden Feste, Rentnerweihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen in den Ortsteilen insgesamt mehr als 12 000 Euro Spenden zusammen. Das ist beachtlich. Das nächste Kinderfest veranstaltet Dürrenhofe am 20. Juni. Es steht unter dem Motto „Leben auf dem Lande“. Das freut mich ganz besonders, weil es viele Möglichkeiten bietet, für uns zu werben.

Warum ist diese Werbung nötig?

Der demografische Wandel schlägt zu. Im Jahr 2006 haben wir 78 Bürger verloren, im vergangenen Jahr 87 und in diesem mehr als 100. Mittlerweile haben wir nur noch 4400 Einwohner. Im vergangenen Jahr standen 25 Geburten und 101 Zuzügen 45 Sterbefälle gegenüber sowie 168 Menschen, die weggezogen sind. Das muss für uns alle ein Alarmsignal sein, für das Leben bei uns zu werben.

Womit?

Wir haben eine schöne Landschaft, nette Menschen. Es gibt auf den Dörfern noch ein Miteinander, ein reges Vereinsleben. Und unsere Infrastruktur ist auch recht gut: In unsere Grundschule werden wir 2009 definitiv mehr Geld als bisher für Lernmittel stecken. Von unseren Kitas hat die in freier Trägerschaft in Groß Leuthen ein Gütesiegel bekommen. Das kann auch nicht jeder vorweisen. Leider mussten wir die Kita in Gröditsch im vergangenen Jahr schließen. Das hat wehgetan, aber es gab bedauerlicherweise keine Alternative.

Die seniorenpolitischen Leitlinien, die die Gemeindevertretung im Sommer 2008 verabschiedete, zielen auch darauf ab, dass sich ältere Menschen in der Märkischen Heide wohlfühlen und nicht wegziehen, weil es hier keine Möglichkeiten wie betreutes Wohnen gibt.

Genauso, wie wir junge Familien gewinnen oder hier halten wollen, gilt das für die Älteren. Wir müssen ihnen dafür jedoch geeignete Wohnformen anbieten. Diese können wir nur mit Partnern schaffen.

Wichtiger Arbeitgeber in der Märkischen Heide ist die Landwirtschaft. Was halten Sie von den neuen Förderrichtlinien der Europäischen Union?

Damit wird der ländliche Raum geschwächt, weil große Betriebe, wie wir sie aufgrund der historischen Entwicklung haben, das Nachsehen haben. Damit sind Arbeitsplätze ebenso bedroht wie durch die niedrigen Preise, die Erzeuger noch für ihre Produkte erzielen.

Zu den Vorhaben für 2008, die nicht realisiert wurden, gehört die Sanierung der Schlossstraße und damit des Dorfkerns von Groß Leuthen. Woran lag das?

An der Fördermittelausreichung und zum Teil an uns selbst. Die Frage war, welche Art Ausbau wir überhaupt haben wollen. Das ist in einer Arbeitsgruppe mit den Anwohnern beraten worden. Wir haben uns jetzt auf eine Variante verständigt, und wir rechnen 2009 mit dem Beginn der Umsetzung.

Welche weiteren Vorhaben gibt es für das neue Jahr?

Wir wollen den Radweg bis nach Groß Leine bauen, den zwischen Hohenbrück und Alt Schadow planen und wollen die Lokomotive dafür sein, mit unseren Nachbarkommunen Radwegeverbindungen in die Richtungen Schwielochsee, Schlepzig und Lübben anzulegen. Wir streben eine engere Zusammenarbeit mit den Unternehmen in der Märkischen Heide an, wollen als Gemeinde mehr als bisher Partner für sie sein. Ziel bei unserer Partnerschaft mit dem polnischen Tuzcno ist es, im Marketing mehr füreinander zu tun. Dem ersten deutsch-polnischen Jugendlager 2008 bei uns soll 2009 eines in Polen folgen.

Wie wird der Haushalt für 2009 aussehen?

Er wird wohl wieder nicht ausgeglichen sein. Aber der Gemeinde ist es in den vergangenen zwei Jahren gelungen, die Pro-Kopf-Verschuldung von knapp 897 Euro bei damaliger Einwohnerzahl auf rund 797 Euro bei jetziger Einwohnerzahl zu drücken. Von den Verbindlichkeiten sind damit in den vergangenen zwei Jahren 612 000 Euro abgezahlt worden. Wir müssen diesen Weg, uns nicht mit Krediten neu zu verschulden, fortsetzen. Die nach uns kommen, sollen schließlich auch noch politischen Gestaltungsraum haben. Ich blicke trotzdem optimistisch in die Zukunft. Wir können mit Beharrlichkeit und indem wir das Gespräch miteinander pflegen sicherlich eine ganze Reihe Probleme lösen. Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft ist die technische Ausstattung der Feuerwehren. Da haben wir echten Nachholbedarf.

Mit Dieter Freihoff sprach Dörte Hellwig



Links:

º Text & Bild: Lausitzer Rundschau


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Dorf und Gemeindefeste sind für Dieter Freihoff (r.), Bürgermeister der Märkischen Heide, eine Gelegenheit, für das Landleben zu werben. Auf einem Fest in Kuschkow im vergangenen Sommer genehmigte sich Freihoff ein Schlückchen auf Einladung der Groß Leuthener Landfrau Christine Exler. Auch Kuschkows Bürgermeister Heinz Michelchen griff zu.

Archivfoto: Jens Golombek





 
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